It's like there has never been a problem

Der Morgen danach



Gestern wurde mein Opa beerdigt, nachdem er letzte Woche Mittwoch an Herzversagen oder so gestorben ist. Es war ein ziemlicher Schock für uns alle und vor allem für mich, weil ich vorletztes Wochenende, also das Wochenende davor, geträumt hab, dass er gestorben ist... Naja, ich hatte eigentlich nicht soo viel mit ihm zu tun, aber wenn ich genauer überleg, hat er eigentlich schon ziemlich viel zu meinem Leben beigetragen. Er hat mir die Liebe zur Musik gelehrt, das Klavierspielen, das Gitarrespielen, das Singen dazu usw. Das ist mir erst bei der Rede des Pfarrers richtig klar geworden. Ich hab überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich irgendwie erwähnt werden würde und dann gleich so... Insgesamt waren um die 400 Leute da und die Beerdigung war auch ziemlich schön. Gestört hat mich nur, dass ich ihn nicht genug geschätzt hab, als er noch gelebt hat, aber dummerweise läuft es doch ständig auf diese Art und Weise. Man lebt in den Tag hinein und nimmt die Nachricht von Tod des jeweiligen Menschen wie einen Faustschlag ins Gesicht auf. Weil sie eben so überraschend kommt. Später fragt man sich dann, ob die Überraschung genauso groß wäre bzw. ob sie überhaupt da wäre, wenn man sich mehr um diesen Menschen gekümmert hätte oder wenigstens die wenigen gemeinsamen Momente geschätzt und genossen hätte. Man kann nun mal nichts rückgängig machen, deswegen sollte man jeden Tag auf die Menschen achten, die einen umgeben. Das hab ich mir eigentlich schon nach dem Tod von M. und L. letzten Winter vorgenommen, aber ich hätte nie gedacht, dass in der eigenen Familie der Effekt genauso groß ist wie im Freundes- oder Bekanntenkreis.
Es wäre falsch zu sagen, dass der Tod meines Opas was gutes hat, aber er hat meinen Cousin und mich irgendwie wieder zusammen gebracht. Davor hatten wir nicht mehr viel miteinander gemeinsam und haben uns auch immer seltener gesehen, aber gestern nachdem der Pfarrer mich in seiner Ansprache erwähnt hat, hab ich's in der Kapelle nicht mehr ausgehalten und ich bin nach draußen gelaufen. Kurz darauf kam dann mein Cousin raus und hat mich einfach in den Arm genommen. Das hat sich echt toll angefühlt, weil er mich weder trösten noch aufmuntern wollte. Er hat mich einfach in seinen Armen weiter weinen lassen und das hat wirklich gut getan.
Ich weiß zwar, dass ein Teil meiner Familie total kaputt ist, aber ich weiß genauso, dass ein anderer größerer Teil zusammen hält und ich mich auf jeden einzelnen von ihnen verlassen kann, wenn ich sie wirklich brauche und ich bin irgendwo ziemlich stolz ein Teil dieser Familie zu sein.

Uff, das war's für heute. Ich hab nochmal 3 kg abgenommen, was aber größtenteils am Stress in der letzten Woche lag.

Alles Liebe, Linnéa <3!

P.S.: Achja, mit meinem Freund hab ich mich wieder zusammengerauft. Ich weiß nicht an was es lag, aber eine (kurze) Zeit lang, hätte ich wirklich gedacht, dass es besser wäre einfach Schluss zu machen, aber heute bin ich froh, dass ich mich anders entschieden habe. Er ist was besonderes, wir sind was besonderes! <3
15.4.11 16:03
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


skinny-kitten-nala / Website (16.4.11 14:41)
Nah 15 kg in 2 Wochen abnehmen wär ja völliger quatsch. soetwas geht glaub ich nur bei "the biggest looser", aber je meh man drauf hat desto schnelle nimmt man am anfang ab. aber sooo fett bin ich nun auch nicht dass es für das showformat reichen würde^^
Ich habe seit anfang des jahres (bis heute morgen) 13,4kg abgenommen und wollte in 2 wochen bei 15,0kg sein. so ist das gemeint^^
Lg


valiz (26.6.11 21:59)
Hast echt schön geschrieben. Das mit deinem Opa tut mir Leid.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Design & Bild
Gratis bloggen bei
myblog.de